Am vergangenen Montag fand in Wackerling beim Auto Schießl eine umfassende Feuerwehrübung statt. Die Übung, die von Markus Wanninger und seinem Team, bestehend aus Sebastian Stelzer und Lotta Hager organisiert wurde, war ein voller Erfolg und bot wertvolle Einblicke in moderne und auch für uns durchführbaren Rettungstechniken.
Martin Schoplocher eröffnete die Veranstaltung am Gerätehaus mit einer herzlichen Begrüßung der Teilnehmer. Er betonte die Bedeutung solcher Übungen für die Sicherheit und das Zusammenspiel der Einsatzkräfte. ELW2, LF8/6 und GW-L1 fuhren dann geschlossen nach Wackerling. Markus Wanninger erklärte den Ablauf der Übung. Sebastian Stelzer übernahm die Vorstellung der Rettungskarte, die ein wichtiges Hilfsmittel bei der Rettung von Personen, als auch zum Erkennen verschiedener Gefahren der verunfallten Fahrzeuge darstellt.
Lotta Hager gab den Teilnehmern wertvolle Einblicke in die patientenschonende Rettung aus dem PKW, ein Aspekt, der bei Unfällen oft über Leben und Tod entscheidet.
Die Übung begann am Übungsobjekt, ein PKW war bereitgestellt. Die Teilnehmer stabilisierten zunächst das Fahrzeug um eine sichere Arbeitsumgebung zu gewährleisten. Anschließend wurden alle Scheiben des Fahrzeugs entfernt. Um auch gefahrlos die Frontscheibe zu entfernen kam neben den Helmvisieren auch eine FFP2-Maske zum Einsatz, um die Sicherheit der Kameraden zu gewährleisten. Verschiedene Ausrüstungsgegenstände, darunter das Halligan-Tool, Rettungsmesser und Glasschneider wurden ausprobiert und ihre Anwendung demonstriert. Ebenso kam auch das vor kurzem angeschaffte Spineboard zum Einsatz. Unter der Leitung von Lotta Hager und Markus Wanninger wurde ein „Patient“ mit einem Stifneck ausgestattet und anschließend mit dem Spineboard aus dem Fahrzeug gerettet.
Ein besonderes Highlight der Übung war die Einführung neuer Ausrüstungsgegenstände, wie die Akku-Flex und Akku-Säbelsäge. Mit der Säbelsäge wurde die Frontscheibe entfernt und das Dach des Fahrzeugs aufgeschnitten um den Zugang zu den Insassen zu erleichtern. Ebenso versuchte man die B-Säule des Fahrzeugs herauszunehmen. Diese neuen Werkzeuge erwiesen sich als äußerst effektiv und werden künftig einen festen Platz in der Ausrüstung der Feuerwehr haben. Ebenso wurde durch Sebastian Stelzer noch das richtige außer Betrieb nehmen des Fahrzeuges behandelt, sowie auch ein kurzer Einblick gegeben, in das Thema freischalten der Fahrzeuge mit alternativen Antrieben.
Nach zwei Stunden intensiver Arbeit endete die Übung erfolgreich. Die Teilnehmer waren begeistert von den neuen Erkenntnissen und den praktischen Erfahrungen, die sie sammeln konnten. Ein besonderer Dank gilt Gerhard Schießl und seinem Team, die den Schrott-PKW zur Verfügung gestellt und für die Verpflegung der Teilnehmer gesorgt haben. Ihre Unterstützung war entscheidend für den Erfolg der Übung.
Dieser Übungsabend war ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Rettungstechniken und der Zusammenarbeit innerhalb der Feuerwehr. Sie zeigte eindrucksvoll, wie wichtig regelmäßige Übungen sind, um im Ernstfall schnell und effektiv handeln zu können.
Dach geöffnet
Rettungskarte mit AUTO und ABS Regel
Fenster wird geöffnet
Stabilisierung des Patienten
Unterbau am Fahrzeug
PKW nach der Übung
PKW vor der Übung
Stabilisierung des Patienten
Patientenrettung
Dachöffnung
Vorbesprechung