Markus Wanninger

B3 – Im Gebäude Rauchentwicklung/Person in Gefahr

Am Nachmittag des 14.06.2022 werden wir gemeinsam mit der Feuerwehr der Stadt Cham und Kräften anderer BOS nach Cham-West zu einer Rauchentwicklung im Gebäude alarmiert.

Auf der Anfahrt rüstet sich bereits ein Trupp mit schwerem Atemschutz aus, da es eine bestätigte Rauchentwicklung gab.
Kurz nach dem Eintreffen des LF8 geht der Loibling-Katzbacher Trupp unter PA in die Wohnung vor und sucht diese nach der Person ab. Es konnte jedoch keine Person aufgefunden werden.

Die Rauchentwicklung selbst geht von angebranntem Essen aus.
Der Bereich wird mit Wärmbildkamera kontrolliert. Ein weiterer Trupp der Feuerwehr Cham unterstützt bei den Belüftungsmaßnahmen.
Nach Ausschalten des Herds und kurzem Abkühlen besteht keine akute Gefahr mehr.

Die Katzbacher Kräfte verlassen daraufhin die Einsatzstelle.

Florian Katzbach 55/1 war mit weiteren Kräften ebenfalls in Bereitschaft an der Einsatzstelle.

Atemschutztag 2022

Am Samstag den 23.04.2022 stand eine große Stationsübung der Feuerwehr Loibling-Katzbach an.
Mit dem Atemschutztag wurde zugleich Neuland beschritten, denn bisher wurde bei unserer Wehr noch kein ganzer Übungstag dem Sachgebiet Atemschutz gewidmet.

Atemschutzgeräteträger sind im direkten Gefahrenbereich tätig. Sie Löschen und Retten dort, wo sonst keiner mehr hin kann. Daher ist es besonders wichtig, dass ihr Ausbildungsstand hoch ist.
Zudem muss bei jedem und jeder einzelnen Vertrauen in das Gerät bestehen, denn diese ist absolut lebensnotwendig unter derartigen Umgebungsbedingungen.
Da im Zuge der pandemiebedingten Übungseinschränkungen der vergangenen Monaten wieder etwas Auffrischungsbedarf bestand, wurde mit dem Übungstag eine gebündelte Möglichkeit angeboten das Wissen aufzufrischen.

Begonnen wurde mit einer kurzen Begrüßung, einem kleinen Frühstück und der Truppeinteilung.
In der darauffolgenden Theorieunterweisung wurde die neue Einsatzkleidung im Detail vorgestellt und zudem das schnelle Entkleiden aus der Schutzausrüstung im Falle eines Notfalls vorgeführt.
Mit der richtigen Technik kann im Falle eines sogenannten „Hitzestresses“, bei welchem Feuerwehrleute wegen eines Dampfdurchschlages und großer thermischer Einwirkung kollabieren, schnell reagiert werden.

An den fünf darauf folgenden Stationen konnten die vier teilnehmenden Trupps ihr Können unter Beweis zu stellen und ihr Wissen vertiefen:

Station 1: Ausrüsten
Hier lag der Fokus auf dem korrekten Ausrüsten und der gegenseitigen Hilfe und Kontrolle.

Station 2: Schlachmanagement
Vorgehen mit gefüllten Schläuchen und Anwendung verschiedener Einsatztaktiken, um schnell vordringen zu können war hier der Fokus.

Station 3: Innenangriff
Hier galt es alle Fähigkeiten zu bündeln. Ausgehend vom Verteiler nimmt ein Trupp einen Löschangriff vor. Sucht und rettet eine vermisste Person im verrauchten Raum und bekämpft den Brand.
Mittels hydraulischer Ventilation wurde schnell für klare Sicht gesorgt und ein Rauchabzug geschaffen.

Station 4: Wärmebildkamera und Einsatz des HiPress Löschers
An einem kleinen Realfeuer wurde die Bedienung der Wärmebildkamera aufgefrischt und mit einem Hochdruck Schaumlöscher (HiPress Löscher) der Kleibrand bekämpft.

Station 5: Hohlstrahlrohr und Löschtechniken
Die modernen Hohlstrahlrohre bieten hohe Löschwirkung bei dosiertem Wassereinsatz. Die richtige Handhabung will gelernt sein. Der Trupp muss hier perfekt zusammenarbeiten.
Dies wurde hier ausführlich trainiert.

Die fünf abwechslungsreichen Stationen konnten von allen erfolgreich bewältigt werden.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen aller Ausbilder und Teilnehmer wurde die Ausrüstung wieder einsatzklar gemacht und alles aufgerüstet.

Ein großer Dank gilt allen Ausbildern, Stationsleitern, dem Verein für die Verpflegung und allen Teilnehmern für die Übungsbereitschaft.
Ebenso gilt ein Dank an die Feuerwehr Stadt Cham, an die Kreisatemschutzpflegestelle in Furth im Wald und an die Feuerwehr Stadt Garching für die Überlassung zusätzlicher Ausrüstung, um eine derartige Übung bewerkstelligen zu können.

Ein gelungener Samstag, der einmal mehr unter unserem Motto stand: „Unsere Freizeit für Eure Sicherheit!“.

 

Informationen für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine

Auch wir möchten die Informationen des Landesfeuerwehrverbandes Bayern für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine teilen.

In weiten Teilen Bayerns werden die Feuerwehren über Sirenen alarmiert. Dies ist auch bei uns so. Dabei gibt es ein Signal mit drei aufeinanderfolgenden auf- und absteigenden Sirenentönen für die Dauer von einer Minute. Dies bedeutet keine Gefahr für die Bevölkerung, sondern ist das Alarmsignal für die örtliche Feuerwehr. Zudem gibt es im dreimonatigen Abstand einen Probealarm am Samstag um 10:00.

Die Notrufnummer für Rettungsdienst und Feuerwehr ist die 112. Die Polizei wird mit der Nummer 110 alarmiert.

***english version below***

We would also like to share the information provided by the Bavarian Fire Brigade Association for war refugees from Ukraine.

In many parts of Bavaria, fire departments are alerted by sirens. This is also the case here. Thereby, there is a signal with three consecutive ascending and descending siren tones for the duration of one minute. This does not mean danger for the population, but is the alarm signal for the local fire department. In addition, every three months there is a test alarm on Saturday at 10:00.

The emergency number for rescue services and the fire department is 112. The police are alerted with the number 110.

***українська версія нижче***

Ми також хотіли б поділитися інформацією, наданою Баварською пожежною асоціацією для біженців війни з України.

У багатьох частинах Баварії пожежні служби оповіщені сиренами. Це також тут. Таким чином, подається сигнал із трьома послідовними висхідними та спадними сигналами сирени протягом однієї хвилини. Це не означає небезпеки для населення, але є тривожним сигналом для місцевої пожежної частини. Крім того, кожні три місяці в суботу о 10:00 проходить пробна сигналізація.

Екстренний номер служби порятунку та пожежної охорони – 112. У поліцію повідомлено за номером 110.

 

 

Fahrzeugweihe

30 Jahre LF 8/6

Um Haaresbreite wäre uns ein wichtiges Jubiliäum durch die Lappen gegangen…
Dieses Jubiläum möchten wir Euch jedoch nicht vorenthalten.

Für die Feuerwehr Loibling-Katzbach war es wahrlich eine Zeitenwende, als am 30.01.1992 unser Löschfahrzeug 8/6 übernommen werden konnte.
Dieses große Ereignis für unsere Wehr hat sich nun zum 30. Mal gejährt.

Fahrzeugübernahme LF8/6
Fahrzeugübernahme LF8/6 am 30.01.1992 in Giengen an der Brenz.

Nach langer Planung konnte Ende Januar 1992 das erste Löschgruppenfahrzeug unserer Wehr übernommen werden. Als Fahrgestell wurde ein Mercedes-Benz 814 gewählt.
Der feuerwehrtechnische Aufbau wurde von der Firma Ziegler ausgeführt.
Die überglückliche Delegation aus Loibling-Katzbach umfasste damals Ludwig Kalz (1. Kdt), Hans Hochmuth (2. Kdt), Bernhard Wagner (Gerätewart), Christian Nachreiner, Manfred Groitl, Werner Allescher und Karl Pfeilschifter.

Das neue LF 8/6 ersetzte nach 13 Jahren ein Tragkraftspritzenfahrzeug auf Mercedes-Benz Fahrgestellt aus dem Jahre 1979. Dem wiederum ging ein TSF auf Ford Fahrgestell aus dem Jahre 1964 voraus.

Alt trifft neu
Neues LF 8/6 und altes TSF am neuen Feuerwehrgerätehaus.

Die Übernahme des Fahrzeugs wurde im Sommer 1992 gebührend gefeiert. Am 28.06.1992 war das Fahrzeug gerade einmal 5 Monate alt, hatte schon 7 Einsätze gemeistert und erhielt nun seinen kirchlichen Segen durch Kaplan Thomas Meyer. An die Fahrzeugweihe schloss sich eine offizielle Schlüsselübergabe vom Fahrzeuglieferanten an Herrn Scheuerer an den Bürgermeister der Stadt Cham Leo Hackenspiel an. Voller Freude konnte der heutige Altbürgermeister und Freund unserer Wehr Leo Hackenspiel die Schlüssel nun an die Kommandanten und den Vorstand übergeben.

Technisch war das Löschgruppenfahrzeug ein Quantensprung für unsere Wehr.
So konnte nun eine Löschgruppe (1x Gruppenführer / 8x Mannschaft) zum Einsatz transportiert werden, es wurden die ersten 4 Atemschutzgeräte (2 davon im Mannschaftsraum) beschafft und die ersten Geräteträger ausgebildet werden und nicht zuletzt verfügte man nun zum ersten Mal über eine leistungsstarke fahrzeugfeste Feuerlöschkreiselpumpe mit fest verbautem Wassertank.

Technische Daten:

  • Fahrgestell: MB-814
  • Pumpenleistung: 800 l/min
  • Wassertank: 600 l
  • Motorleistung: 100 kW / 136 PS
  • Zul. Gesamtgewicht: 7,5 t
  • Besatzung: 0/1/8/9

Schnell hatte sich das Fahrzeug im fest Einsatz- und Übungsalltag der Wehr integriert, schließlich gab es auch viel zu beüben am neuen Gerät.

Leistungsprüfung THL
Leistungsprüfung THL gemeinsam mit der Feuerwehr Cham – Der VRW der FFW Stadt Cham befindet sich ebenfalls heute noch im Einsatz.

Über die Jahre wurden unzählige Reparaturen durchgeführt, sowie Zusatzausrüstungen und Verbesserungen verbaut. Hier erhielten wir natürlich Unterstützung von unserem Träger, der Stadt Cham und insbesondere vom Feuerwehrverein. So konnte der Einsatzwert des Fahrzeugs kontinuierlich gesteigert werden.

Nachgerüstet wurde ein Hochleistungslüfter (1996), ein Rauchschutzvorhang, ein Hi-Press Schaumlöscher, ein Notfallrucksack, neue Halterungen für neue PA-Geräte MSA AirGo, Wärmebildkamera Dräger inkl. Ladeerhaltung, Hohlstrahlrohre mit Schlauchpaket, Handleuchten Typ „Adalit“, Digitalfunkgeräte (HRT+MRT), Lardis-One Einsatznavigationssystem, Mannschaftsraumbeleuchtung in grün, Einsatzführungsmappen, neuer Stromgenerator, Systemtrenner für Wasserentnahme (Trinkwasserschutz) und zuletzt ein moderner Schaumzumischer (netzmittelfähig, Zumischraten < 1% möglich).
Erwähnt sei noch die Umbenennung von Florian Katzbach 47/1 auf Florian Katzbach 43/1 nach der Novellierung der Funkrufnamenrichtlinie für nicht-polizeliche BOS in 2014.

Dies zeigt mit welchem Ehrgeiz die Aktiven versuchten immer am Zahn der Zeit zu bleiben und somit zeitgemäße Hilfe leisten können. Insbesondere die Gerätewarte pflegen diese Gerätschaften vorbildlich. Natürlich müssen sie sich vermehrt mit einer erschwerten Ersatzteilversorgung auseinandersetzen.

Denn leider muss man feststellen, dass trotz aller Bemühungen dieses Fahrzeug nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Während die zul. Gesamtmasse für die Führerscheinklassen ein Vorteil ist, so setzt es doch starke Grenzen bei möglicher Zuladung teils notwendiger Ausrüstung. Auch die Leistungsdaten von Motor und Pumpe, die aktive und passive Sicherheit für Insassen, sowie die Tankgröße und das Abgasverhalten entsprechen nicht mehr aktuellen Ansprüchen.
Wir sind gespannt, welche Möglichkeiten sich in dieser Hinsicht in den kommenden Jahren ergeben.

Weitere Details und Bilder zum Fahrzeug findet ihr unter diesem Link.

Baum auf Schiene

THL1 – Baum auf Schiene

Am späten Abend des 18.02.2022 erreicht das zweite Wintersturmtief „Zeynep“ den Landkreis Cham.
Binnen kurzer Zeit werden unzählige Bäume entwurzelt oder größere Äste blockieren Straßen.

In unserem Schutzgebiet werden wir von der ILS Regensburg um 21:59 zu einem Baum auf der Bahnstrecke 5810 Cham-Waldmünchen alarmiert.
Die Feuerwehr Loibling-Katzbach rückt mit LF 8/6 und Versorgungs-LKW GW-L1 aus und erkundet die Lage vor Ort.

Es zeigt sich, dass die Schranke an der Katzbacher Straße geschlossen ist. Kurz nach der Abzweigung der Bahnstrecke in Richtung Waldmünchen, Höhe Streckenkilometer 1,5 ist ein Güterzug mit einem kleineren Baum kollidiert. Mit dem Lokführer wird umgehend Kontakt aufgenommen und eine Streckensperrung veranlasst.
Der Baum bzw. die Äste liegen teils neben der Strecke bzw. vor dem Zug. Verletzte oder größere Beschädigungen am Zug gibt es nicht zu beklagen.

Auf der zweiten Bahnstrecke Cham-Schwandorf steht ein Personenfernzug der Länderbahn vom Typ „Alex“ kurz hinter der Einsatzstelle.
Auch mit diesem Lokführer wird Kontakt aufgenommen. Dieser war mit ein paar Ästen in Kontakt gekommen und hat daraufhin einen Nothalt eingeleitet.
Laut Lokführer gibt es hier keine Beschädigungen. Ein Eingreifen für die Feuerwehr ist hier nicht erforderlich.

Nach Bestätigung der Streckensperrung wird in Absprache mit dem Lokführer des Güterzugs der Baum vor dem Zug und am Gleiskörper entfernt.

Damit ist der Einsatz für die Feuerwehr beendet und die Einsatzstelle wird an die Bundespolizei übergeben, welche das Eintreffen des Notfallmanagers abwartet.

Einsatzende nach ca. 45 min.
Kurz darauf können beide Züge ihre Fahrt bereits wieder fortsetzen.

Katzbach 43/1 am Einsatz

B3 – Im Freien am Gebäude

Am Morgen des 17.02.2022 wurde die FFW Loibling-Katzbach gemeinsam mit weiteren Wehren der Umgebung zu einem Brand eines Holzlagers nach Willmering alarmiert.

LF 8/6 Katzbach 43/1 rückt aus und fährt die Einsatzstelle in der Nachbargemeinde an. Vor Ort ist ein Holzlager bzw. Schuppen in Vollbrand.

Brand im Freien-Willmering
Brand im Freien-Willmering
Katzbach 43/1 am Einsatz
Katzbach 43/1 am Einsatz

Am Einsatzort eingetroffen wurde bereits von zwei Seiten ein massiver Löschangriff aufgebaut und umgehend vorgetragen.
Die Kräfte der FFW Loibling-Katzbach gehen mit einem Trupp unter Atemschutz in Bereitschaft. Des weiteren unterstützten wir bei der Wasserentnahme.
Ein Einsatz des PA-Trupps ist nicht mehr erforderlich, da der Löschangriff und die Riegelstellung zum Wohnhaus schnell Erfolg zeigt.

Abschließend kontrollieren die anwesenden Kräfte auch das angrenzende Wohnhaus und das Dach auf Glutnester.

Es besteht keine Gefahr mehr, sodass wir nach ca. 1h die Einsatzstelle verlassen können.

Einsatzt Ölspur

THL1 – Straße reinigen

Am frühen Abend des 5. Februars wurde die FF Loibling-Katzbach, zusammen mit der FF Großbergerdorf, zur Beseitigung einer Ölspur alarmiert.
Auf einer Länge von rund 800 Metern wurde die Fahrbahn Richtung Großbergerdorf abgestreut und abgekehrt.

Dabei war der neu aufgebaute Rollwagen „Ölspur“ erstmalig im Einsatz.

Nach gut eineinhalb Stunden war der Einsatz beendet. Im Einsatz waren Florian Katzbach 43/1 und 55/1.

THL P Eingeschlossen

Am späten Abend des 11.01.2022 wurden wir gemeinsam mit dem BRK Cham Rettungsdienst (RTW und NEF), sowie der Feuerwehr der Stadt Cham und dem KBM Cham 3/3 ins Ortsgebiet Katzbach alarmiert.

Gemeldet war eine Wohnungsöffnung für den Rettungsdienst.

Beim Eintreffen unseres ersten Fahrzeugs gemeinsam mit dem Rettungsdienst, war der Einsatz für uns bereits beendet.
Es war keine Eingreifen bzw. Unterstützung durch die Feuerwehr mehr erforderlich.

Weitere Kräfte auf Anfahrt konnten einstellen und wieder einrücken.
Einsatzende nach ca. 15 Minuten.