Am Montag vergangener Woche fand eine Übung der aktiven Feuerwehrkameradinnen und Kameraden statt. Nach der Begrüßung durch den 2. Kommandanten Benjamin Kreitinger gab dieser einen Ausblick auf die kommenden Herausforderungen im Hinblick auf die Indienststellung des neuen LF 10 im Jahr 2027. Einige der neuen Gerätschaften waren bereits am vorhergehenden Samstag vorgestellt worden.
Im Anschluss übernahm Markus Wanninger die Einweisung zu verschiedenen Geräten für den Innenangriff, sowie zum korrekten Schlauchmanagement. Dabei wurde insbesondere auf ein zügiges und strukturiertes Vorgehen im Einsatzfall eingegangen.
Für den praktischen Teil wurden die Teilnehmer in drei Gruppen aufgeteilt. An der von Benjamin Kreitinger betreuten Station stand das Auffinden eines Unterflurhydranten, sowie das fachgerechte Setzen des Standrohrs inklusive des benötigten Zubehörs im Mittelpunkt.
Die beiden weiteren Stationen wurden von Markus Wanninger und Stefan Simmet betreut. Hier wurde der Aufbau eines Löschangriffs geübt. Dabei erfolgte die Wasserförderung einerseits über das LF 8/6 und andererseits über die Tragkraftspritze auf dem GW-L1. Besonderes Augenmerk lag auch hierbei auf einem schnellen und sicheren Aufbau der Einsatzstelle.
Nach rund zwei Stunden konnte die lehrreiche und praxisnahe Übung erfolgreich abgeschlossen werden. Die Teilnehmer nutzten die Gelegenheit ihr Wissen zu vertiefen und wichtige Handgriffe für den künftigen Einsatz mit den neuen Gerätschaften zu festigen.
Einst kamen sie aus unterschiedlichen Feuerwehren, doch bei der Leistungsprüfung zogen alle an einem Strang: Eine bunt gemischte Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Loibling-Katzbach stellte sich der Leistungsprüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz“ und bewies eindrucksvoll ihren Ausbildungsstand. Für die Wehr war es bereits der dritte Durchgang dieses Jahr. Diesmal sogar mit elf Prüflingen, wodurch die Aufgaben in zwei Gruppen jeweils mit sogenannten Ergänzern absolviert werden mussten. Dabei hätten die feuerwehrtechnischen Anfänge der Teilnehmer unterschiedlicher kaum sein können. Ihre ersten Schritte im aktiven Feuerwehrdienst hatten sie bei den Wehren in Cham, Rhanwalting, Runding, Schwarzenberg, Thenried, Windischbergerdorf und Zandt gemacht, doch inzwischen haben sie in Loibling-Katzbach ihre gemeinsame Heimatwehr gefunden. Entsprechend groß war der innere Erwartungsdruck, das Erlernte auch unter den kritischen Augen der Schiedsrichter unter Beweis zu stellen. Kreisbrandinspektor Marco Greil und Kreisbrandmeister Hans Hochmuth nahmen die Prüfung ab. Knoten und Stiche sowie die je nach Leistungsstufe geforderten Zusatzaufgaben gingen sicher von der Hand und wurden ohne Beanstandungen absolviert. Dann allerdings wurde es kurz spannend. Bei der Einsatzübung schlichen sich trotz der intensiven Vorbereitung einige kleine Fehler ein. Der Prüfungsteil musste wiederholt werden. Doch gerade hier zeigte sich, dass die Gruppe nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen war. Im zweiten Anlauf saß jeder Handgriff, und die Aufgabe wurde mit Bravour gemeistert. Auch beim abschließenden Kuppeln der Saugleitung arbeitete die Gruppe konzentriert und fehlerfrei. Bei der Übergabe der Leistungsabzeichen nahm KBI Marco Greil den kleinen Rückschlag mit Humor und fand versöhnliche Worte. Schließlich gehe es bei einer solchen Prüfung auch darum, aus Fehlern zu lernen. Mit dem gezeigten Leistungsniveau zeigte er sich am Ende mehr als zufrieden. Auch Kommandant Martin Schoplocher schlug in diese Kerbe. Im echten Einsatz laufe schließlich ebenfalls nicht immer alles nach Plan. Dann komme es darauf an, als Mannschaft zusammenzuarbeiten, einen kühlen Kopf zu bewahren und notfalls auch zu improvisieren. Der Applaus des Tages galt Ausbilder Manfred Groitl. Mit viel Zeit, Geduld und persönlichem Einsatz hatte er die Gruppen auch in diesem Jahr auf die Leistungsprüfungen vorbereitet. Seit Jahrzehnten investiert er seine Freizeit in die Ausbildung und in die Sicherung der Einsatzbereitschaft der Wehr. Für dieses außergewöhnliche Engagement bedankten sich die Teilnehmer mit einem langanhaltenden Applaus und kräftigen Schulterklopfern.
Die Teilnehmer:
Ü40 – Gold: Wolfgang Haller
Ü40 – Silber: Ronald Bauer
Ü40 – Bronze: Stefan Hamperl
Stufe 6 – Gold-Rot: Stefanie Ertl, Volker Skibba
Stufe 5 – Gold-Grün: Verena Traurig, Josef Wagerer
KBM Hans Hochmuth, KBI Marco Greil, Ausbilder Manfred Groitl und Kommandant Martin Schoplocher mit der ersten Gruppe von Prüfungsteilnehmern (von links nach rechts)
KBM Hans Hochmuth, KBI Marco Greil, Kommandant Martin Schoplocher und Ausbilder Manfred Groitl mit der zweiten Gruppe von Prüfungsteilnehmern samt Ergänzern (von links nach rechts)
Am Samstagabend trafen sich die aktiven Mitglieder zu einem besonderen Übungsabend unter dem Motto „Katzbacher Feuerwehrmesse“. Im Mittelpunkt stand die Vorstellung der umfangreichen Beladung des neuen LF 10.
Die Mitglieder des Arbeitskreises die sich intensiv mit der Beschaffung und Ausstattung des neuen Fahrzeugs beschäftigt haben, präsentierten den Anwesenden die zahlreichen neuen Gerätschaften, die künftig im LF 10 ihren Platz finden werden. Dabei konnten sich die aktiven Feuerwehrdienstleistenden einen ersten umfassenden Eindruck von der modernen Ausstattung verschaffen.
Vorgestellt wurden unter anderem ein Türöffnungssatz, eine Schleifkorbtrage, ein Hydroschild sowie ein Verkehrsunfallkasten. Auch im Bereich Atemschutz wird das neue Fahrzeug über zusätzliche Ausrüstung verfügen. Für den CAFS-Einsatz wurden spezielle Strahlrohre beschafft, passend zur integrierten CAFS-Anlage des neuen LF 10.
Darüber hinaus wurden verschiedene Einsatzkoffer, darunter für Umweltschäden, Kaminkehrerwerkzeug und allgemeines Werkzeug, sowie zahlreiche neue Armaturen und weitere Ausrüstungsgegenstände präsentiert.
Die „Feuerwehrmesse“ bot allen Aktiven die Möglichkeit sich umfassend über die neuen Gerätschaften zu informieren, Fragen zu stellen und die zukünftige Beladung des LF 10 kennenzulernen. Die Teilnehmer zeigten großes Interesse an den vielen Neuerungen und nutzten die Gelegenheit für einen ersten praktischen Einblick in die moderne Technik des neuen Einsatzfahrzeugs.
Dass es um die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Loibling-Katzbach sowohl personell als auch mit Blick auf das feuerwehrtechnische Können bestens bestellt ist, zeigte sich einmal mehr bei der Abnahme des Leistungsabzeichens „Die Gruppe im Löscheinsatz“. Dabei ist besonders erfreulich, dass die Wehr auf ein breites Altersspektrum ihrer aktiven Feuerwehrdienstleistenden bauen kann. Erst wenige Tage zuvor hatten die älteren Feuerwehrkameraden bei der Leistungsprüfung mit dem goldenen Abschluss „Ü-40“ ihr Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nun waren die „jungen Wilden“ an der Reihe. Mit einmal Gold, einmal Gold-Grün und siebenmal Bronze stellte sich eine junge und überaus motivierte Gruppe der Leistungsprüfung und zeigte, dass auch der Feuerwehrnachwuchs für die vielfältigen Aufgaben bestens gerüstet ist. Unter den strengen Augen der beiden Schiedsrichter, Kreisbrandinspektor (KBI) Marco Greil und Kreisbrandmeister (KBM) Hans Hochmuth, galt es, die einzelnen Aufgaben der Leistungsprüfung präzise und innerhalb der vorgegebenen Zeit zu bewältigen. Dabei kam es nicht nur auf das feuerwehrtechnische Können jedes Einzelnen an. Ebenso waren eine gute Zusammenarbeit, eingespielte Abläufe und vor allem eine gehörige Portion Übungsmoral gefragt. Gerade von der Vorbereitung und dem Engagement der Gruppe zeigte sich KBI Greil begeistert. Mit einem Augenzwinkern merkte er an, dass sich für ihn wohl bald eine Wohnung in Katzbach lohnen würde – schließlich komme er mittlerweile so häufig allein für die Abnahmen von Leistungsprüfungen zur Loibling-Katzbacher Wehr. Auch Kommandant Martin Schoplocher zeigte sich erfreut über das gute Abschneiden der Gruppe. Die erfolgreiche Prüfung habe eindrucksvoll gezeigt, dass die Nachwuchskräfte mit großem Engagement bei der Sache sind. „Es ist beruhigend zu wissen, dass wir in Zukunft auch auf eine junge und gut ausgebildete Mannschaft bauen können“, betonte Schoplocher. Ein besonderes Lob und ein herzliches Dankeschön richtete der Kommandant an Ausbilder Manfred Groitl. Mit viel Geduld, Erfahrung und persönlichem Einsatz bereitet dieser seit Jahren Feuerwehrgruppen der heimatlichen Wehr auf die Leistungsprüfungen vor und opfert dafür einen großen Teil seiner Freizeit. „Es ist schon bemerkenswert, dass unser Mane nicht müde wird, Jahr für Jahr unzählige Gruppen in der Vorbereitung auf die Prüfung zu trainieren“, würdigte Schoplocher dessen unermüdlichen Einsatz. Nach der erfolgreichen Abnahme durfte der offizielle Teil schließlich in einen gemütlichen Abend übergehen. Im Gerätehaus wurde bei Pizza und kühlen Getränken gemeinsam auf die bestandene Prüfung angestoßen.
Teilnehmer:
Stufe 1 – Bronze:
Daniela Bucher
Felix Hausner
Anna Hintereder
Kilian Seidl
Johannes Rädlinger
Luis Schmaderer
Elisabeth Larisch
Stufe 3 – Gold:
Andreas Richter
Stufe 5 – Gold-Grün:
Stefan Simmet
Die erfolgreichen Absolventen zusammen mit KBI Marco Greil, KBM Hans Hochmuth, Ausbilder Manfred Groitl und Kommandant Martin Schoplocher (von links nach rechts)
Am Freitag Nachmittag wurden wir zu einem Verkehrsunfall mit PKW in unseren Schutzbereich alarmiert. Von uns rückten LF8/6 und GW-L1 aus. Ebenfalls mitalarmiert waren KBM Hans Hochmuth, KBI Marco Greil, Polizei und Rettungsdienst. An der Einsatzstelle wurde die Lage erkundet. Es waren bei der Einfahrt zu einem Supermarkt 2 PKW kollidiert, 2 Personen wurden verletzt. Durch die Feuerwehr wurde der Streckenabschnitt gesperrt und über eine Nebenstraße umgeleitet. Ebenso wurden auslaufende Betriebsstoffe gebunden und die PKW´s auf weitere Gefahren kontrolliert. Über das LF8/6 wurde der Brandschutz sichergestellt. Der Rettungsdienst versorgte die Unfallbeteiligten und transportierte diese in das Krankenhaus. Die Polizei dokumentierte und vermaß die Einsatzstelle. Nachdem die Aufnahme durch die Polizei erfolgte traf auch schon einer der beiden herbeigerufenen Abschleppunternehmen ein. Dieser nahm einen PKW auf und transportierte diesen ab. Der andere Abschlepper hatte eine etwas längere Anfahrt, sodass der zweite PKW zur Seite geschoben wurde um den Straßenabschnitt zu reinigen und anschließend wieder frei geben zu können. Nach rund einer Stunde rückten die eingesetzten Kräfte wieder ab.