Einst kamen sie aus unterschiedlichen Feuerwehren, doch bei der Leistungsprüfung zogen alle an einem Strang: Eine bunt gemischte Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Loibling-Katzbach stellte sich der Leistungsprüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz“ und bewies eindrucksvoll ihren Ausbildungsstand. Für die Wehr war es bereits der dritte Durchgang dieses Jahr. Diesmal sogar mit elf Prüflingen, wodurch die Aufgaben in zwei Gruppen jeweils mit sogenannten Ergänzern absolviert werden mussten. Dabei hätten die feuerwehrtechnischen Anfänge der Teilnehmer unterschiedlicher kaum sein können. Ihre ersten Schritte im aktiven Feuerwehrdienst hatten sie bei den Wehren in Cham, Rhanwalting, Runding, Schwarzenberg, Thenried, Windischbergerdorf und Zandt gemacht, doch inzwischen haben sie in Loibling-Katzbach ihre gemeinsame Heimatwehr gefunden. Entsprechend groß war der innere Erwartungsdruck, das Erlernte auch unter den kritischen Augen der Schiedsrichter unter Beweis zu stellen. Kreisbrandinspektor Marco Greil und Kreisbrandmeister Hans Hochmuth nahmen die Prüfung ab. Knoten und Stiche sowie die je nach Leistungsstufe geforderten Zusatzaufgaben gingen sicher von der Hand und wurden ohne Beanstandungen absolviert. Dann allerdings wurde es kurz spannend. Bei der Einsatzübung schlichen sich trotz der intensiven Vorbereitung einige kleine Fehler ein. Der Prüfungsteil musste wiederholt werden. Doch gerade hier zeigte sich, dass die Gruppe nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen war. Im zweiten Anlauf saß jeder Handgriff, und die Aufgabe wurde mit Bravour gemeistert. Auch beim abschließenden Kuppeln der Saugleitung arbeitete die Gruppe konzentriert und fehlerfrei. Bei der Übergabe der Leistungsabzeichen nahm KBI Marco Greil den kleinen Rückschlag mit Humor und fand versöhnliche Worte. Schließlich gehe es bei einer solchen Prüfung auch darum, aus Fehlern zu lernen. Mit dem gezeigten Leistungsniveau zeigte er sich am Ende mehr als zufrieden. Auch Kommandant Martin Schoplocher schlug in diese Kerbe. Im echten Einsatz laufe schließlich ebenfalls nicht immer alles nach Plan. Dann komme es darauf an, als Mannschaft zusammenzuarbeiten, einen kühlen Kopf zu bewahren und notfalls auch zu improvisieren. Der Applaus des Tages galt Ausbilder Manfred Groitl. Mit viel Zeit, Geduld und persönlichem Einsatz hatte er die Gruppen auch in diesem Jahr auf die Leistungsprüfungen vorbereitet. Seit Jahrzehnten investiert er seine Freizeit in die Ausbildung und in die Sicherung der Einsatzbereitschaft der Wehr. Für dieses außergewöhnliche Engagement bedankten sich die Teilnehmer mit einem langanhaltenden Applaus und kräftigen Schulterklopfern.
Die Teilnehmer:
Ü40 – Gold: Wolfgang Haller
Ü40 – Silber: Ronald Bauer
Ü40 – Bronze: Stefan Hamperl
Stufe 6 – Gold-Rot: Stefanie Ertl, Volker Skibba
Stufe 5 – Gold-Grün: Verena Traurig, Josef Wagerer
Stufe 4 – Gold-Blau: Thomas Semmelbauer
Stufe 2 – Silber: Stefanie Bauer, Katharina Ritt, Veronika Stelzer
Stufe 1 – Bronze: Jo Schießl


